Der Harlekin

Viele Personen stehen an der Haltestelle, warten auf den Bus. Einige Menschen sind auch darunter. Es ist kalt, und es nieselt ein wenig, so dass alles sehr grau ist; die Straße grau, grau der Regen, grau die Autos und grau der Nebel. Grau. Die Leute sind auch grau, sie tragen graue Mäntel und graue Gesichter.

Leise und fast wie Nebel fällt der feine Regen; alles macht er grau.

Nur ein verschwommenes Weiß sieht man von Zeit zu Zeit das Grau erhellen. Es ist ein Gesicht, und es ist weiß. Eine kleine knabenhafte Gestalt sitzt auf dem nassen Gehweg. Sie trägt schwarze Lackschühchen und weiße Strümpfe, eine schwarze kurze Hose und ein weißes Hemd. Die Arme und Hände des Harlekins sind weiß, genau wie sein Gesicht, das umrahmt von schwarzen Haaren ist. Auf dem Kopf trägt er eine kleine spitze Mütze.

Die Augenbrauen sind schwarz nachgezogen, der Mund ist rot; gerade läuft am heruntergezogenen Mundwinkel eine Träne vorbei. Eine weitere quillt dem Kleinen gerade aus dem Auge: Der Harlekin weint.

Er hockt schlaff in einer Pfütze, an einer Mauer lehnend. Seine Augen sind Tore zu seinem Geist: Sie zeigen eine Traurigkeit, die nicht mehr mit dem Verstand zu umfassen ist; unendliche Einsamkeit regiert hinter diesen Portalen.
Um ihn herum fahren Autos, laufen Personen, reden Menschen. Der Regen fällt. Der Harlekin weint. Allein.


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